Geschichte des ECV



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Der Carnevalverein Elsheim (ECV) wurde am 13. Januar 1928 im Gasthaus Schwerdt gegründet.
Der erste Vorstand wurde wie folgt gewählt:
1. Präsident: Balthasar Horn. 2. Präsident: Philipp Schwerdt. Schriftführer: Heinrich Fries.
Kassierer: Johann Lenhard. Beiräte wurden: Jakob Schömbs, Adam Baumgärtner, Georg Lenhard und Heinrich Wettig. Der unvergessene Jakob Hees (Heese Ja'b) wurde Zeugwart. Diese Männer hatten es sich zur Aufgabe gemacht den Einwohnern das fastnachtliche Brauchtum näherzubringen.
Nachdem in Mainz bereits viele Jahre lang das närrische Treiben fröhliche Urständ feierte, zog in diesen Jahren auch das "Flache Land" nach. Gerade in dieser schwierigen Zeit sehnten sich die Menschen nach etwas Ablenkung vom sorgenvollen Alltag. Gleich im ersten Jahr wurde ein prächtiger Umzug veranstaltet an dem sich alle Ortsvereine beteiligten. Maskenbälle und Sitzungen folgten.


alt Im Jahre 1935 wurde der rührige Heinrich Bieser zum Vorsitzenden gewählt. Balthasar Horn wurde Ehrenvorsitzender. In den Jahren vor dem Krieg machten sich außerdem die Aktiven Philipp Schüler und Hans Häfner sehr verdient. Als im Jahre 1938 Adolf Hitler die Vereine "gleichschaltete", beschloss man einen Ausflug an die Mosel zu machen um das Vereinskapital "noizumache". Der Krieg unterbrach dann für lange Zeit jegliche Vereinstätigkeit. Mancher der Karnevalisten kehrte nicht mehr in die Heimat zurück.
 
altIm Jahre 1951 wurde der ECV im Gasthaus Schwerdt wieder ins Leben gerufen. Der erste Vorstand nach dieser schweren Zeit setzte sich wie folgt zusammen:
1.Vorsitzender: Georg Veit (er war in den ersten Jahren auch Sitzungspräsident) 2.Vorsitzender und Protokoller Karl Müller, Kassierer Philipp Harth. Ausserdem wurden Hans Häfner, Fritz Dietrich und Karl Häring in den Vorstand gewählt.

1952 fand dann die erste grosse Sitzung statt. Die Männer der ersten Stunde in der Bütt waren: Karl Müller (Gaulleiter) Helmut Schwerdt, Walter Eppelmann, Horst Wenger, Hans Wolf und Fritz Kleemann. etwas später kamen Aktive wie Günter Graffert, Erich Hamm Ute Franke Roswitha Baumgärtner, Gerhard Kissel, Walter Marschall und Gundolf Müller hinzu.
Nicht unerwähnt soll "Prinz" Dieter Holschbach bleiben der leider allzu früh bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

1955 ließen zum ersten Mal die Schnorressänger unter ihrem Boss und Texter Fritz Kleemann ihre Lieder erschallen. "Wenn das Wasser im Wein auch noch Wein wär !" Die musikalische Leitung hatte danach 20 Jahre lang Kurt Dünges. Drei der Sänger mussten uns leider allzu früh verlassen. Es waren dies: Otto Fürst, Werner Hoese und Helmut Graffert. Auch unsere "Mädchen" waren immer gern bereit mitzuwirken. In den ersten Jahren tanzte sich das Häringsballett - Leitung Anneliese Häring - in die Herzen der Zuschauer. Danach hielt Ursula Preuß über nahezu 20 Jahre das Heft in der Hand und zauberte mit ihren Damen Jahr für Jahr einen flotten Tanz auf die Bühne. Doch auch die folgenden Ballettmeisterinnen zeigten auf, dass es uns um dieses Genre hier nicht bange zu sein braucht. Auch ein Männerballett war viele Jahre mit von der Partie und auch heute wieder feiert diese ulkige Art des Tanzes fröhliche Urständ.

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1956 wurde Fritz Dietrich zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der unvergessene Jupp Holschbach wird Protokoller. Eine neue Standarte wird geweiht. Diese wird über lange Jahre von unserem treuen Mitglied Rudi Stumm getragen. Heute ist unser Standartenträger Reinhold Rosenzweig.

1961 übernimmt Werner Lauckhardt das Amt des Sitzungspräsidenten
und wird 1964 auch Vorsitzender.
Doch bereits ein Jahr später wird Fritz Kleemann in dieses Amt gewählt und übernimmt gleichzeitig das Amt des Protokollers. Fritz Dietrich wird Ehrenvorsitzender.

1966 steigt - der leider allzu früh verstorbene - Horst Engel als Sitzungspräsident ein. Dieses Amt hatte er danach 22 Jahre lang inne und leitete die Sitzungen mit Bravour.

1975, im Jahr der Frau, wurde erstmals eine Frau in den Geschäftsführenden Vorstand gewählt. Elisabeth Forcina hat als Schriftführerin gute Arbeit geleistet.

1976 löste Günter Graffert den langjährigen 2.Vorsitzenden Horst Engel in diesem Amte ab. Ein sehr aktiver Mann war auch Kassierer Philipp Harth, genau so einsatzfreudig war sein Nachfolger in diesem Amte, Klaus Degreif.
Bereits 1973 hatte erstmals ein Damenkomitee in einer Sitzung mitgewirkt, was beim Publikum sehr gut ankam. 1. Sitzungspräsidentin war Sieglind Bieser. Unerwähnt soll auch nicht das Mainzer Urgestein Helmut Schäfer bleiben, der einzige "Fremde" Aktive auf unserer närrischen Rostra. Doch ansonsten wurden alle Sitzungen mit eigenen Kräften gestaltet. Das ist es was den ECV bis heute auszeichnet.

1983 wird Horst Engel 1. Vorsitzender. Fritz Kleeman wird Ehrenvorsitzender. In den 70er und 80ziger Jahren fand nach und nach eine Wachablösung bei den Aktiven statt.

1980 übernimmt Michael Voll die musikalische Leitung der Schnorressänger und führt diese zu einem neuen Höhenflug. 1982 werden die Jungschnörres gegründet, ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Michael Voll. Ab 1985 verjüngen sich die Schnörres mehr und mehr und verändern danach auch ihren Stil. Doch gesungen wird auch heute noch. 1995 wird mit einem großen Fest das 40jährige Bestehen der Schnörres gefeiert. Von der Wiedergründung bis 1979 fanden die jährlichen Fremdensitzungen und Tanzveranstaltungen im Saalbau Hartmetz statt. Ab 1980 war die Schulturnhalle die Heimat des ECV. In der zuerst zwei und ab 1988 sogar drei Fremdensitzungen über die Bühne liefen. 1994 erfolgt dann der langersehnte Umzug in die neu erbaute Selztalhalle. Durch das wesentlich grössere Platzangebot werden ab diesem Zeitpunkt wieder zwei Fremdensitzungen durchgeführt.

alt1987 übernimmt Udo Kleemann den Vorsitz des Vereins den er bis heute inne hat. Auch in der Bütt ändern sich die Namen, es kommen immer wieder gute neue Redner, Sänger und Liederdichter hinzu, als da sind: Pfarrer Ernst Walter Rohmann, Renate Odey-Büttner, Wolfgang Roß, Bernd Webler, Klaus und Michael Schuler, Walter und Heiko Strutz, Rainer Kleemann, Reiner Humme, Thomas Hintsch, Peter Schwerdt, Protokoller Udo Kleemann und Martin Kijaszek mit seiner Tresterband. Ganz zu schweigen von immer wieder neuen Ballett-Ideen.

1988 übernahm Klaus Dietrich das Amt des Sitzungspräsidenten und füllte diesen Part mit Erfolg aus.

2015 übergab Klaus Dietrich den Stab des Sitzungspräsidenten an Michael Schuler weiter.
 
Was den Verein außerdem auszeichnet sind die vielen stillen Helferinnen und Helfer hinter der Bühne. Zusammen mit den Aktiven sind sie ein Garant für das Fortleben unserer Fassenacht.

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